Regrowing – Nie wieder Einkaufen!

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Nachwachsende Gemüsesorten

Du hast keine Lust mehr auf Insektizide und Pestizide in deinem Essen? Dann gönn dir stattdessen was Gesundes! Wir zeigen dir nachwachsende Gemüsesorten. So musst du nie wieder Lauch, Salat oder Kartoffeln einkaufen.

Mit diesen kinderleichten Tricks lebst du nachhaltiger, schützt deine Gesundheit und sparst einen Haufen Geld. Außerdem wächst der ganze Lauch schneller, als du ihn essen kannst. Also fang noch heute an und pflanze dir nachwachsendes Gemüse selbst!


Anleitung zum Regrowing


Wirf die Reste nicht weg!

Der mit Abstand größte Fehler, den du machen kannst: Das Ende mit den kleinen Wurzeln vom Lauch abschneiden und in die Mülltonne werfen. Wenn du es sowieso entsorgst, dann setz die Endstücke doch einfach in einen Blumentopf mit etwas Erde. So kannst du den „Biomüll“ geldsparend weiter verwerten.

Dutzende Gemüsesorten haben beim Kauf schon Wurzeln und können ohne Umwege eingepflanzt werden. Beim Kochen kannst du dir dann die passende Menge abschneiden und dein Gemüse gedeiht munter weiter.

Bei Gemüse ohne Wurzeln:

Bei Gemüse aus dem Supermarkt werden die Wurzeln aus optischen Gründen häufig entfernt oder gekürzt. Das ist aber gar kein Problem. Du kannst die Wurzeln ebenfalls nachziehen. Dazu musst du nur wie folgt vorgehen:

Zuerst schneidest du den Strunk der Pflanze ab. Anschließend stellst du ihn für ein paar Tage in ein Glas mit etwas Wasser. Der Strunk sollte allerdings nur mit den Wurzeln ins Wasser ragen. Außerdem solltest du das Wasser jeden Tag wechseln, damit dein Gemüse nicht anfängt zu faulen.

Lass den Strunk solange im Glas, bis neue Wurzeln sprießen oder sich die vorhandenen Wurzeln vermehren. Sobald die Wurzeln ein paar Millimeter lang sind, kannst du die Pflanze aus dem Wasser nehmen und eintopfen.

Alternativ kannst du den Strunk auch direkt einpflanzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er sich dann entfaltet, ist allerdings etwas geringer und die Pflanze benötigt insgesamt mehr Zeit für die Entwicklung. Im Wasser läuft der Gedeih-Prozess deutlich effektiver ab.

Eintopfen

Zum Eintopfen nimmst du dir einen Topf, ein Glas oder eine Blechbüchse. Bevor du die Erde rein kippst, solltest du ein paar Steine auf den Boden deines Gefäßes legen. Dadurch sammelt sich im unteren Bereich des Erdreichs keine Feuchtigkeit und es bildet sich kein Schimmel.

Anschließend kannst du deine Pflanze einpflanzen und die Erde gut andrücken. Stell die Pflanze an einen hellen Ort in der Küche, auf dem Balkon oder im Garten. Sobald die Erde trocken ist oder die Pflanze schlaff wird, musst du etwas Wasser nachgießen. Mit der Zeit erledigt dein Gemüse dann den Rest.

Kartoffeln und Zwiebeln

Sogar Kartoffeln und Zwiebeln kannst du ganz leicht nachzüchten. Lass nach deinem nächsten Einkauf jeweils eine übrig und leg sie für ein paar Tage in die Sonne. Nach einer Weile fängt dein Gemüse an zu keimen und bildet Sprossen aus.

Die Kartoffel kannst du in zwei oder drei Teile schneiden. Achte beim Zerschneiden darauf, dass jedes zerschnittene Teil über mindestens eine Sprosse verfügt. Danach gehst du genau so vor, wie oben beschrieben.

Bei den Zwiebeln musst du lediglich das Wurzelende mit einem großzügigen Stück Zwiebel abschneiden und einpflanzen. Den Rest der Zwiebel kannst du noch zum Kochen benutzen.

Nachwachsende Gemüsesorten

Nachwachsende Gemüsesorten

Wir haben für dich einige nachwachsende Gemüsesorten in der folgenden Liste zusammengestellt. In der Liste haben wir vorwiegend Gemüse aufgelistet. Das Nachziehen funktioniert allerdings auch mit vielen Früchten, Kräutern und Pilzen.

Du kannst deiner Phantasie gerne freien Lauf lassen und selbst ein paar Pflanzen ausprobieren. Du wärst überrascht, aus wie vielen Essensresten plötzlich frische Wurzeln schlagen. Das Nachziehen geht bei der ein oder anderen Pflanze jedoch langsamer vonstatten.

  • Kartoffeln
  • Lauch
  • Winterzwiebel
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Karotten
  • Fenchel
  • Pastinaken
  • Salate
  • Kohlarten
  • Stangensellerie
  • Erdbeeren
  • Ananas
  • Pilze
  • Basilikum
  • Ingwer
  • Minze
  • Zitronengras


Hinweise:

Zur Prävention gegen Trauermücken und andere Insekten solltest du Quarzsand über die Erde schütten. (max. 10mm dick) Das hemmt die Insekten daran, Eier in die feuchte Erde zu legen. Die Larven der Trauermücken nagen nämlich gerne die frischen Wurzeln ab und dann ist es vorbei mit deinem Gemüse.

Zusätzlich kannst du Lavendel und schwarzen Tee verteilen. Den Geruch empfiden viele Insekten als unangenehm. Wenn deine Pflanzen erst einmal befallen wurden, helfen nur noch Nematoden, Fliegenfallen oder Neemöl.

Köstliche Rezepte

Willst du aus deinem nachwachsenden Gemüse eigene Gerichte zaubern? Wir haben allerlei köstliche Gerichte für jeden Anlass. Schau dir in der Kategorie „Rezepte“ unsere Vorschläge an.